Singender Prinz

Emanuele Filiberto, Italiens Prinz, singt beim Schlager-Festival in Sanremo. Kein Witz: der Nachkomme der italienischen Königsfamilie Savoia, die Ende des Zweiten Weltkriegs feige das Land verlassen hat und deshalb per Verfassung bis vor einigen Jahren nicht nach Italien zurückkehren durfte, singt: „Italia Amore Mio“  

Zunächst hat die Savoia-Familie nach ihrer Rückkehr versucht, ihre alten Güter einzuklagen – zum Glück ohne Erfolg. Dann kandidierte Emanuele Filiberto für das Europaparlament (Zitat: „Mit der Hälfte der Staatschefs bin ich verwandt, die andere Hälfte dutze ich“) – auch ohne Erfolg.

Jetzt tingelt er durch Italiens Staatsfernsehen. Mal bei der Tanzsendung: „Ballando con le stelle“ und jetzt auch noch mit Mikrofon.  Hier ein Beispiel des tief schürfenden Textes: „Ich glaube an mine Kultur, an meine Religion, deshalb habe ich keine Angst, meine Meinung auszudrücken“.

Kein Kommentar.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter italien, kitsch, Tradition

2 Antworten zu “Singender Prinz

  1. Es ist unsaeglich, aber an peinlichen Personen ist Italien einfach unschlagbar. In einem Gespraech mit einem Vertreter der Monarchischen Allianz (die gibt es wirklich) beteuerte dieser, Emanuele Filiberto sei ausgesprochen beliebt bei den jungen Italienerinnen. Ich habe das in einer nicht repraesentativen Strassenumfrage nachgeprueft. Ergebnis: die Maedels haben bei seinem Namen gekreischt, vor Entsetzen.

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