Photoshop in der Geschichte

Berlusconi lässt seine Bilder retouchieren ? Alles schon dagewesen. Auch in der Vergangenheit haben Könige, Kaiser und andere Mächtige sich stets im besten (nicht immer wahrheitsgetreuen) Licht malen lassen. Aber in Pinzolo habe ich bei dem berühmten Fresko von Simone Baschenis von 1539 eine ganz besondere Art des historischen Photoshop gesehen.

Das Fresco über dem Eingang der Kirche San Vigilio mit dem Titel „Danza Macabra“ mahnt die Mächtigen, dass auch sie vor dem Tod gleich sind: den Bischof lädt ebenso ein Skelett zum Tanz auf, wie den Papst, den Händler und die Magd. Allesamt sind sie bereits vom Pfeil des Todes getroffen. Bis auf einen: Den König. Der Pfeil ist später wegretouchiert worden.

Und von wem ?

Von Vittorio Emanuele III, dem letzten König Italiens während des Faschismus. Ein kleiner italienischer Mann, vom Größenwahn geprägt. Erinnert das vielleicht an jemandem ?

  Chiesa di San Vigilio

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Berlusconi, Norditalien, Politik, Tourismus

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