Freibad-Kulturschock

Ich gebe es zu: Ich bin verweichlicht. Derzeit in Deutschland bin ich in mein altes Schwimmbad gefahren – und war schockiert. Das Wasser im 50-Meter-Becken ist einfach saukalt. Gerade einmal acht Bahnen habe ich es ausgehalten, da bin ich zurück in die Schwimmhalle mit  zumutbaren Temperaturen.

Vielleicht bin ich einfach zu lange in Italien. Aber deutsche Schwimmbadtemperaturen bin ich echt nicht mehr gewöhnt. Und frage mich ernsthaft: Kann man das aushalten ?

Dabei habe ich in Italien immer zu meiner teutonischen Beziehung zum Wasser (man kann auch unter 35 Grad Außentemperatut und bei einer Wassertemperatur von 25 Grad mehr als einen Zeh hineinstecken) gestanden. Und die frösteligen Italiener stets ein wenig belächelt.

Aber heute ist mir klar geworden: die Jahre in Italien haben Spuren hitnerlassen. Verständnislos habe ich die Kinder beobachtet, die sich bei gefühlten 15 Grad Außentemperatur in frösteliges Wasser rutschen, ohne blau anzulaufen.

Weit weg sind die Erinnerungen an Wärmehallen, weil das Freibad damals bereits am 1. April die Tore öffnete . (In Italien eröffnen einige Freibäder erst am 1. Juli !! ) Oder an dampfendes Wasser, weil es draußen so viel kühler war.

Heute, Mitte Juni habe ich gefroren. Ich bekenne mich: Ich bin zur Warmduscherin geworden.

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Eingeordnet unter Sport, Tradition

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