Anwaltssprech: Social Room statt Kaffeeküche

 Letztens in der Großkanzlei: Was den Deutschen Ihr Denglisch ist den Italienern ihr Italenglisch.

In dem Mailänder Ableger einer angelsächsischen Kanzlei durfte ich mal wieder die Auswüchse des angelsächsischen Sprachgebrauchs und Businessgehabe beobachten. In dem schicken Büro ( in dem die Anwälte dennoch in 2-er und 3-er Zimmern eng gepfercht nebeneinander arbeiten) geleitete mich ein Bekannter in den „Social Room“.

Auf Italienisch klingt das dann wie „Social Rruuuum“, und dahinter versteckte sich – dreimal darf man raten – die gute alte Kaffeküche: keine drei Meter breit und vielleicht vier Meter lang mit einer Espressomaschine, einem Wasserkocher,0,5 -Literwasser-Flaschen im Kühlschrank und einem Minitisch an der Wand.

Aber Social Room klingt natürlich viel sexier nach Teamarbeit,Kommunikation, Offenheit.

Auch in dieser Kanzlei ist der Social Rooom -oder eben die Kaffeeküche –  der wichtigste Orte für Klatsch und Tratsch und damit für die interne Karriere. Da sind sie dann doch ganz traditionell, die Angelsachsen.

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Eingeordnet unter italien, Mailand, Norditalien

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