Sittenpolizei und Showgirls – Italienisches Paradox

 Strafen für Miniröcke und tiefe Ausschnitte. Diese geniale Idee stammt von dem Bürgermeister von Castellammare Luigi Bobbio, Mitglied von Berlusconis Partei PDL. Wer in den Sommermonaten spärlich bedeckt durch das Städtchen am Meer läuft, soll demnächst 500 Euro zahlen.

Am Montag will der Bürgermeister den Vorschlag in den Gemeinderat einbringen.

Ist dem Herrn eigentich aufgefallen, dass der Sender Mediaset, der dem Parteivorsitzenden gehört, und auch das Staatsfernsehen Rai täglich Damen in kurzen Röcken und kaum bedeckten Busen zeigen ? Und nicht etwa erst nach Mitternacht.

Wird seine Sittenpolizei auch dort vorbeischauen ?

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Berlusconi, Ferien, italien, Mode, Politik, Tourismus

2 Antworten zu “Sittenpolizei und Showgirls – Italienisches Paradox

  1. Johann Grabner

    Kommunalpolitik hat ihre eigenen Gesetze. Wenn sich ein Haufen Frauen beim Bürgermeister beschweren, daß ihre Männer den jungen Dingern nachstarren, die nur einen Hauch von Nichts an haben, dann reagiert der unabhängig von der Parteizugehörigkeit, weil er wiedergewählt werden will.
    Über die Verteilung des Prüderiegrades in Italien weiß ich dann leider nichts. In den USA sind es die Staaten im Mittelwesten („bible belt“), die rigidere Moralvorstellungen haben und die in lokalen Gesetzen auch abbilden. Aber bundesweit ist die USA ua der größte Pornoproduzent der Welt, weil es so Bundesstaaten wie CA oder UT gibt, wo anything goes herrscht. Vielleicht gibt es in Italien da einen ähnlichen Unterschied zwischen … Nord und Süd?

  2. Pingback: Wahlkampf zwischen Fisch und Basilikum « kortissimo

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