Im Bikini auf dem Kostümfest: „Ich bin eine italienische Senatorin“

In diesen Tagen droht die Gleichstellungsministerin Mara Carfagna mit ihrem Rücktritt. Die Nominierung der Dame, die Bild als schönste Ministerin der Welt bezeichnet hat, war stark umstritten. Schließlich hatte Carfagna, die es vor zwölf Jahren auf den sechsten Platz bei Miss Italia geschafft hat, zuvor wenig politische Erfahrung vorzuweisen. 

Als Ministerin hat sie viele Menschen überrascht nicht zuletzt mit ihrer neuen Offenheit gegenüber Homosexuellen, die sie zuvor nicht gerade auszeichnete. Jetzt legt sie sich auch noch mit ihrem Gönner Berlusconi an. Und wird attackiert.

Heute im Corriere della Sera thematisiert Maria Laura Rodotà generell die Frage, ob man nicht wieder zu normalen Ernennungen zurückkehren sollte.

Auch im Interesse des internationalen Ansehens des Landes. Als Beispiel nennt Rodotà die Szene aus der US-Fernsehserie 30 Rock, die alles sagt über das Ansehen der italienischen Politik im Ausland: dort begrüßt eine Blondine im Bikini die Neuankömmlinge auf dem Kostümfest: „You got it ? I am an Italian senator“.

Armes Italien..

Hier der Artikel im Corriere:

 http://www.corriere.it/politica/10_novembre_22/l-italia-e-le-ex-vallette-alla-riscossa-maria-laura-rodota_cf62c7f0-f606-11df-bf30-00144f02aabc.shtml

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Berlusconi, italien, Politik

Eine Antwort zu “Im Bikini auf dem Kostümfest: „Ich bin eine italienische Senatorin“

  1. Johann Grabner

    „Riconosco i miei limiti ma non vivo in un mondo di giganti“.

    Wenn wir schon bei Giulio Andreotti sind: früher war nichts besser in Italian Politics. Im Gegenteil: Berlusconi mag ja da und dort mal unsaubere Geschäfte gemacht haben, aber eine Mordanklage hat er (noch) nicht am Hals. Andreotti darf ja nachgesagt werden, daß er nicht bloß Verbindungen zur Mafia hat, sondern sogar Teil der Mafia war und nur deshalb nicht mehr verurteilt werden konnte, weil die Verjährungsfrist eingesetzt hatte.

    Oder die Regierungen Rumor und Moro, unter denen in den 1970ern Italien von einer Finanzkrise zur nächsten taumelte: http://calculatedexuberance.blogspot.com/2010/11/is-us-more-like-italy-or-japan.html ok, ist auch eine Art von Qualität, wenn man 35 Jahre später noch als schlechtes Vorbild dienen kann.

    Dagegen hat sich die Frau Ministerin nach Deiner Aussage nicht so schlecht geschlagen. Hässlichkeit ist ja auch kein Garant für Top-Performance, oder wer ist hier der bessere Politiker: http://www.youtube.com/watch?v=RIswAcEItVc

    „Jesus Cowen is one ugly discusting bloke :/ makes us look like an ugly race!“ 🙂

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