Im Dunkeln essen – das Auge isst nicht mit

Nein, nicht in New York oder Berlin, sondern in der umbrischen Provinz in der Nähe von Assisi habe ich an diesem Wochenende an einem Essen im Dunkeln teilgenommen.

Der Eindruck: anfangs beklemmend, ich fühle mich hilflos und die Sinne sind hellwach.

Hereingeführt wie in einer Polonaise, die Hände auf den Schultern der anderen. Zum Glück führen uns die Blinden an den Sitzplatz. Keine Ahnung, wie groß der Raum oder wie lang der Tisch ist und wer da genau vor einem sitzt.

Das Essen schneiden ? Eine schwierige Angelegenheit. Den Wein eingießen ? Nur mit der Hand am Flaschenhals. Eine Ravioli mit der Gabel  aufspießen ? Gar nicht so einfach, oft gelangt die Gabel leer zum Mund. Der Geräuschpegel ist hoch. Als müssten sie die Dunkelheit übertönen, schreien die Menschen fast, wenn sie miteinander reden.

Mit dem Nachtisch kommen die Kerzen und wir erhalten das Augenlicht zurück. Unsere Kellner bleiben weiter im Dunkeln.

PS: 

 Auf ein Foto habe ich absichtlich verzichtet.

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Eingeordnet unter Essen & Trinken, italien

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