Guttenbergo – unvorstellbar in Italien

„Die eigentliche Nachricht ist doch, wofür in Deutschland ein Minister zurücktritt“, ein italienischer Freund von mir musste mich gleich nach dem Rücktritt anrufen und den Vorfall kommentieren. Da schwang Neid mit auf ein seriöses Land.

Tatsächlich hat der Gutteenberg-Skandal in Italien etwas unwirkliches. Hier zahlt nur höchst selten jemand für Betrug. Das gilt für die Parmalat-Manager, die immer noch nicht endgültig verurteilt sind und das Gefängnis auch altersbedingt wohl nicht von innen sehen werden ebenso wie für Politiker.

Politiker haben hier auch nicht den Anstand, für schwerer wiegende Vergehen als Copy and Paste zurückzutreten.

Dabei gab es auch hier einen Kopierfall: Der Sohn des Lega-Nord-Gründers Umberto Bossi, Renzo Bosi, soll laut Medienberichten schon für seine Abiturarbeit – er war mehrfach durchgefallen – kopiert haben. Und dennoch wurde er in seinem Wahlkreis aufgestellt und gewählt.



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2 Kommentare

Eingeordnet unter Berlusconi, italien, Politik

2 Antworten zu “Guttenbergo – unvorstellbar in Italien

  1. Johann Grabner

    „Der […]Minister sieht in seiner Vergangenheit keinen Grund, zurückzutreten: „Die meisten wissen, wer ich bin und woher ich komme. Ich wäre schon dankbar, wenn man mich für meine Arbeit beurteilen würde.“ Die Opposition versuche, die Regierung auseinander zu treiben, indem sie zentrale Figuren der Koalition persönlich angreife.“
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,113579,00.html

  2. Fabio

    Passend, Herr Grabner, einfach passend.

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