Überraschungserfolg für Berlusconis Gegner in Mailand

5maggiohpMailand hat alle überrascht: Mit mehr als 48 Prozent für den Herausforderer Giuliano Pisapia und weniger als 42 Prozent für die scheidende Bürgermeisterin Letizia Moratti hat keiner gerechnet, auch nicht die Fans des Favoriten. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Stichwahl das Ergebnis wirklich bestätigt. 

Aber eins scheint mir als Bewohnerin dieser Stadt eindeutig: die Mailänder sind von Moratti enttäuscht, die fünf Jahren kaum etwas bewirkt hat in dieser Stadt – und vor allem kaum etwas außerhalb des kleinen Stadtzentrums, in dem sich nur die ganz reichen Familien wie sie eine Wohnung leisten könne.

Aber vor allem zeigt das Ergebnis auch, dass sich die Mailänder nicht so einfach für Berlusconis Politik-Spielchen missbrauchen lassen. Der Premier hat Mailand als Test für seine Beliebtheit ausgerufen. Die Wähler sollten neben das Kreuz bei Moratti seinen Namen als Stadtratsmitglied schreiben. Dabei war klar, dass er den Posten nie antreten würde.

„Wenn ich weniger als 53 000 bekomme, feiern sie meine Beerdigung“, hatte er im Vorfeld gesagt. Er kam nur auf  rund 23 000.

Die Mailänder – auch die Wähler der Berlusconi-Partei PDL – haben gezeigt, dass sie sich nicht als Plebiszit-Instrument gebrauchen lassen für den Chef in Schwierigkeiten.

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Eingeordnet unter Berlusconi, italien, Mailand, Politik

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