Wenn das Call-Center in Marokko sitzt

Gestern bei dem Versuch, mich bei Dell per Chat beraten zu lassen:

Naji, mein italienisch sprechender Kundenberater gibt mir seine Mailänder Telefonnummer. Schon wieder so ein fremdländischer Name, wie beim letzten Mal. Das macht mich neugierig und ich frage:

„Entschuldigen Sie, aber eine Frage hätte ich bevor wir über Ram und Graphikkarten sprechen: Sind Sie bei Dell eigentlich alle Inder ?“

„Ich bin kein Inder, ich bin Marokkaner“

„Entschuldigung..“

„Meine Kollegen sind auch alle Marokkaner“.

„Achso. Und wo sitzen Sie ?“

„Bis vor kurzem in Mailand. Jetzt in Casablanca“

„Auch nicht schlecht. Aber jetzt zu meinem Computer…“

An Marokko als Outsourcing-Land für Call-Center hatte ich bisher noch nicht gedacht. Aber angesichts der vielen Einwanderer hier, gibt es natürlich jede Menge Marokkaner, die der italienischen Sprache mächtig sind. Und in ihrer Heimat sind sie billiger als in Mailand.

Dell hat Erfahrung darin, ihre Berater in der Ferne anzuheuern. Als ich in den USA gewohnt habe, hatte ich es bei Dell mit einem indischen Call-Center zu tun. Da aber das indische Englisch wirklich anders klingt, habe ich nie etwas verstanden. Und wie ich später erfuhr, war ich nicht die einzige: Dell hat das Call Center aus Indien wieder zurückgeholt, da sich soviele Kunden beschwert haben.

Najis Italienisch dagegen konnte ich perfekt verstehen. Und im Gegensatz zu seinem Kollegen wollte er mir auch nicht den teuersten Labtop aufschwatzen.

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Eingeordnet unter italien, Mailand, Shopping, Wirtschaft

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