Gedöns und Gewalt

Mimosen zum Weltfrauentag

Mimosen zum Weltfrauentag

Antonio heißt der Mann. Er ist bei der italienischen Polizei für „Häusliche Gewalt“ zuständig. Und er nimmt seinen Job sehr ernst, wie die Journalistinnen vom Corriere-Blog 27a Ora  berichten, die mit ihm für ihr Buch „Questo non è amore“ (Das ist keine Liebe) gesprochen haben.

Das Erschreckene ist: Antonio hat seine Stelle als Strafversetzung bekommen, nachdem er mit seinem Chef gestritten hat.

Na super. Da muss eine Frau die Prügel ihres Mannes nicht nur einem anderen Mann berichten, sondern auch noch einem Strafversetzten, der gar keine Lust auf den Job hat. Ich persönlich habe einmal in den USA einen Exhibitionisten angezeigt und fand es äußerst angenehm, dass zwei weibliche Polizistinnen zu mir nach Hause kamen, um die Anzeige aufzunehmen. Und das war „nur“ ein Exhibitionist.

Antonio berichtet, dass er die Frauen anfangs am liebsten mit dem Hinweis „Vertragt Euch wieder“ nach Hause geschickt hätte. Nicht aus Böshaftigkeit, sondern aus mangelnder Erfahrung.  Heute weiß er, dass das kein guter Rat ist. Allein im vergangenen Jahr sind in Italien 120 Frauen von ihren Männern oder Partnern ermordet worden.

Fiel mir nur so ein zum Weltfrauentag ein…

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Eingeordnet unter italien, Mailand, Tradition

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