Free Lancer ja , Idiot nicht – Italiens Kreative begehren auf

Würdest Du den Klempner umsonst arbeiten lassen ? Wohl kaum.

Hier ist ein geniales Video zur typisch italienischen Ausbeutung von Free Lancern.

In dem Video repariert der Klempner das Klo und als er die Rechnung anspricht, bekommt er zu hören: „Ich dachte das war klar, dafür haben wir kein Budget“, sagt ihm der Kunde.
Und als Trostpflaster bietet er dem Klempner an:  „Ich mache ein Photo von mir auf dem Klo, das du gerade repariert hast und dann stelle ich es auf Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest.“

Mit dem Hashtag  #CoglioneNo verbreiten kreative Italiener derzeit geniale Videos gegen die Ausbeutung in den freien Berufen. Werber, Designer , Architekten, Anwälte und auch Journalisten arbeiten hier oft gratis.

Hier noch eins:

Am Ende des Videos erklärt der Kunde, dass er nicht zahlen will: „Dafür haben wir kein Budget. Aber es ist gut für Dein Curriculum. Du bist ja noch jung“.  
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Ein Kommentar

Eingeordnet unter italien, Politik

Eine Antwort zu “Free Lancer ja , Idiot nicht – Italiens Kreative begehren auf

  1. Johann Grabner

    Das ist in Deutschland nicht anders, da sind ganze Geschäftsmodelle drauf aufgebaut: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/huffington-post100.html

    Dazu auch eine Anektote aus „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ von Martin Wehrle: „Unsere Firma ist eine einzige Windmaschine. Das mag typisch für eine Werbeagentur sein, aber wir schießen den Vogel ab. Unser Ruf in der Branche ist erstklassig. Und warum? Wir betreuen zwei deutsche Top-Firmen. Und diese Namen posaunen wir bei jeder Gelegenheit hinaus. Was aber kein Mensch von außerhalb weiß (und ich auch nur durch eine Indiskretion): Diese Aufträge, mit denen wir trommeln, sind gar keine Aufträge. Es sind Geschenke an die Kunden. Wir texten Slogans, fahren Kampagnen und betreuen die Homepages. Doch unsere GL hat einen schrägen Deal vereinbart: Wir erbringen unsere Leistung für ein besseres Trinkgeld, einen nichtigen Betrag – im Gegenzug dürfen wir die Namen dieser Firmen stolz auf unsere Fahnen schreiben. Diese Kunden ziehen die meiste Arbeitskraft auf sich, spülen aber kaum Geld in die Kasse. Und die Sogwirkung, die sie entfalten sollen, hält sich in Grenzen: Die anderen Konzerne, die wir dringend als zahlende Kunden bräuchten, denken offenbar: »Mehr als zwei Großkunden schaffen die nicht!« Wir sperren die Tür, durch die normal zahlende Großkunden spazieren sollen, durch einen Bluff selbst zu. Völliger Irrsinn, zumal Einnahmen fehlen. Die Gehaltszahlungen kommen immer wieder verzögert. Unsere halbe Firma besteht schon aus Praktikanten. Keiner von denen weiß, dass ihr »Geschäftsmodell« mit dem der Agentur identisch ist: Arbeiten ohne Vergütung, nur für den klangvollen Namen im Lebenslauf.“

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