Essen in Italiens Kindergärten – zum neidisch werden

Menu im Italienischen Kindergarten
Jedes Mal, wenn ich das Menü des italienischen Kindergartens meines Sohnes in der Hand halte, werde ich neidisch.

Schon als mein Sohn ins Nido (Krippe) kam, habe ich nach Wegen gesucht, mich dort einzuschleichen.

In Italien nimmt man es mit dem Essen genau. Ausgewogen, frisch, oft sogar BIO und vor allem eins: lecker. Primo, Secondo, Contorno und frisches Obst der Saison zum Nachtisch. Saffran-Risotto, Gnocchi, Linsen  auf italienische Art, im Ofen gebackenen gratinierten Fisch. Immer Gemüse.

Ganz unten auf der Seite finden die Eltern dann noch Vorschläge, was sie zum Abend essen könnten.

An solchen kleinen Dingen merkt man, dass Essen in Italien einfach ein Kulturgut ist.

Im Nido wurde sogar genau Protokoll gefèhrt, wieviel die Kleinen von jedem Gang gegessen haben. Bei meinem stand immer Bis, bis, bis. (Nachschlag, Nachschlag, Nachschlag). Bei dem Essen kein Wunder !

Was ich als Deutsche gar nicht verstehen kann: Es gibt immer noch Eltern, die etwas an dem Essen auszusetzen haben. Wenn ich meine deutschen Freundinnen von Fischstäbchen erzählen höre,  würde ich die italienische Eltern gerne mal vorbei schicken.

 

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Essen & Trinken, italien, Mailand, Tradition, Umbrien

5 Antworten zu “Essen in Italiens Kindergärten – zum neidisch werden

  1. Sonja

    Ich weiss ja nicht was dieser Kindergarten kostet aber in Rom zahlen wir um die 700€. Das da auch mehr Wert auf die Ernaehrung gelegt werden kann ist bei solchen Preisen auch zu verlangen!

    • Gratis. Man zahlt nur das Essen. Staatlicher Kindergarten. Sowohl in Mailand als in Perugia haben wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es muss nicht immer privat sein, damit es gut ist.

  2. oh, ich weiß auch von einer kiga hierzulande, in der täglich frisch gekocht wurde für die kids. das war klasse. richtig klassse! leider wechselte die leitung, danach wurde umgestellt auf, ich nenn‘ es fertigfutter. zum davon laufen…

  3. azzurrodiary

    Mir geht es ähnlich, bin begeistert von unserer (staatlichen) Krippe. Kosten richten sich nach Familieneinkommen (ISEE). Ich war extrem positiv überrascht, ob der Qualität der Krippe und Kinderbetreuung (vorher etwas besorgt), es wird sogar die Qualität evaluiert! Was für ein Kontrast zum Einwohnermeldeamt, wo ich ursprünglich mit dem Argument, ich könne ja nach drei Monaten wiederkommen, wenn sicher sei, dass ich bleiben wolle, abgewiesen wurde, als ich mich anmelden wollte. Hahaha!

  4. Mein Mann ist in Italien aufgewachsen und schwärmt heute noch von der Schulkantine dort. Wenn ich sehe, was die Kinder hier in Deutschland zu essen bekommen in Kindergarten und Schule… werde ich auch angesichts des Essensplans deines Sohnes neidisch 🙂

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