Schlagwort-Archive: Assisi

Franziskus I: Nomen est Omen ?

Eins vor weg: Ich habe es nicht so mit Heiligen.

Aber wenn es einen Heiligen gibt, den ich bewundere, dann ist es der Heilige Franziskus von Assisi. Ein ehemaliger Kaufmann, der die Armut nicht nur predigen, sondern auch leben wollte. Er sprach zu den Aremen ebenso wie zu den Vögeln und den Wölfen.

Dass sich der neue Papst nach ihm benennt, ist ein gutes Omen.

Eigentlich war Franziskus ein Vorläufer von Luther: Er wollte eine einfache Kirche ohne viel Prunk und hätte beinahe eine Trennung hervorgerufen.

In Assisi kann man noch heute seine Idee bewundern. Dort steht eine kleine einfache Kapelle, wie er sie wollte. Schade nur, dass die Katholische Kirche eine Mega-Kirche drübergebaut hat.  Weiterlesen

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San Francesco’s: „I had a dream“

Letztens in Assisi, der Stadt des Heiligen Franziskus.

Da waren sie wieder die Affresken in der Basilika, die die Geschichten des ehemaligen reichen Mannes erzählen, der zum Berühmten Heiligen wird, der mit den Tieren spricht.

Ich kann mich noch immer bestens an die Bilder erinnern, weil ich vor Jahren eine geniale Führung mit einem amerikanischen Mönch gemacht habe:

Das war 1997 und ist im Kopf geblieben. Hier das Bild, das von dem Satz begleitet wurde „He didn’t want to put his Gucci shoes on the dirty floor“. Wer kann das vergessen ?

Dann folgte frei nach Martin Luther King „San Francesco had a dream“ ..

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Im Dunkeln essen – das Auge isst nicht mit

Nein, nicht in New York oder Berlin, sondern in der umbrischen Provinz in der Nähe von Assisi habe ich an diesem Wochenende an einem Essen im Dunkeln teilgenommen.

Der Eindruck: anfangs beklemmend, ich fühle mich hilflos und die Sinne sind hellwach.

Hereingeführt wie in einer Polonaise, die Hände auf den Schultern der anderen. Zum Glück führen uns die Blinden an den Sitzplatz. Keine Ahnung, wie groß der Raum oder wie lang der Tisch ist und wer da genau vor einem sitzt.

Das Essen schneiden ? Eine schwierige Angelegenheit. Den Wein eingießen ? Nur mit der Hand am Flaschenhals. Eine Ravioli mit der Gabel  aufspießen ? Gar nicht so einfach, oft gelangt die Gabel leer zum Mund. Der Geräuschpegel ist hoch. Als müssten sie die Dunkelheit übertönen, schreien die Menschen fast, wenn sie miteinander reden.

Mit dem Nachtisch kommen die Kerzen und wir erhalten das Augenlicht zurück. Unsere Kellner bleiben weiter im Dunkeln.

PS: 

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